Konsequenz ist (fast) alles.....

Die Erziehung eines Hundes, (dabei spielt es keine Rolle ob es ein junger Hund ist oder ein älterer Hund, den Sie übernommen haben) beginnt am ersten Tag!

Überlegen Sie sich bitte bevor der Hund zu Ihnen kommt, was der neue Mitbewohner alles darf und was Sie sicher nicht möchten.

Darf er z.B. auf die Polstergruppe, darf er aufs Bett, darf er in alle Räume der Wohnung oder des Hauses?  Der Hund versteht die Welt nicht mehr und es ist schwer, es ihm wieder abzugewöhnen, wenn er als Welpe oder Junghund viele Sachen machen darf weil er ja „so süss“ ist, Sie einiges aber später wahrscheinlich nicht mehr möchten.

Darf er bei Ihnen hinaufstehen?  Wenn er es bei Ihnen darf, macht er es bei anderen Leuten auch. Bei trockenem Wetter ist es ja ev. OK, aber wie sieht es aus, wenn es regnet, schneit oder sonst draussen sehr dreckig ist? Stellen Sie sich vor, Sie oder Ihre Gäste tragen z.B weisse Hosen oder ähnliches!  Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass Sie Reinigungskosten übernehmen müssen oder noch schlimmer, Kleidungsstücke ersetzen müssen. Dabei erleidet meistens dann auch eine Freundschaft einen Dämpfer.

Darf er Sie ablecken (Hände, Arme, Beine Gesicht).  Was er bei Ihnen darf, schätzen andere Leute eventuell gar nicht!

Also sollte der Hund von Anfang an lernen was er darf und was nicht. Bitte seien Sie aber hier konsequent! Dies ist fast das Wichtigste bei der Erziehung!

Verlangen Sie nie etwas von Ihrem Hund, das er nicht kann. z.B. auf ein 2 Meter hohes Podest springen oder ähnliches. Überlegen Sie vorher, was Sie von ihm wollen und ziehen Sie das dann auch durch. Dabei brauchen Sie wahrscheinlich einige Geduld, aber es lohnt sich in jedem Fall.  Hunde verstehen und können viel mehr, als wir gemeinhin annehmen. Dafür gibt es genügend Beispiele. Man denke da z.B. nur an die Blindenführ- Hilfs- Rettungshunde, oder auch an Hunde, die in Fernsehshows auftreten.

Laufen Sie ihrem Hund nie nach, denn er empfindet das sogleich als lustiges Spiel. Der Hund muss immer zu Ihnen kommen und wenn es 15 Minuten oder länger dauert.

Loben Sie ihn in den höchsten Tönen, wenn er zu Ihnen kommt und belohnen Sie ihn mit einem Leckerli, obwohl Sie etwas ganz anderes mit ihm machen möchten.  Nehmen Sie ihn aber danach nicht gleich an die Leine, denn er assoziiert sonst: Zum Meister hinlaufen = an Leine gehen.

Es schadet sicher auch nichts, ein oder mehrere gute Bücher zu diesem Thema zu lesen. Zu allen Themen der Hundehaltung, Ernährung usw. gibt es eine Vielzahl an guter Literatur.

Nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Hund!